Verordnungs- und Erstattungsfähigkeit von Okklusionspflastern

  • Im Hilfsmittelverzeichnis sind Okklusionspflaster der Produktgruppe 25 Sehhilfen zugeordnet. Hierzu wurde in der Produktuntergruppe 25.21.36 Schieltherapeutika die Produktart 25.21.36.4 Okklusionspflaster eingerichtet.
  • Okklusionspflaster gehören zu der Gruppe der zum Verbrauch bestimmten Hilfsmittel.
    Vorläufige Hilfsmittel-Nr.: 25.21.36.4900

Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen haben Anspruch auf die Versorgung mit Okklusionspflastern

  • (...), dass Versicherte der Gesetzlichen Krankenversicherung grundsätzlich einen Anspruch auf Versorgung mit (...) Hilfsmitteln haben, die im Einzelfall erforderlich sind, um den Erfolg der Krankenbehandlung zu sichern oder eine Behinderung auszugleichen, soweit die Hilfsmittel nicht als allgemeine Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens anzusehen sind oder nach § 34 SGB V ausgeschlossen sind. (§ 33 Abs. 1 SGB V).
  • Vor diesem Hintergrund prüft die Krankenkasse bei Vorliegen einer entsprechenden Verordnung im Rahmen einer Einzelfallprüfung ihre Leistungspflicht.

Neufassung der Hilfsmittel-Richtlinie (Stand 07-2017)

  • Therapeutische Sehhilfen zur Behandlung einer Augenverletzung oder Augenerkrankung sind (...) bei bestehender medizinischer Notwendigkeit verordnungsfähig. (...). Verordnungsfähig sind vorrangig Okklusionspflaster und Okklusionsfolien als Amblyopietherapeutika. (Nach § 17 Abs. 1 u. 9 der Hilfsmittel-Richtlinie)

Quelle: G-BA: Richtlinie zur Verordnung von Hilfsmitteln in der vertragsärtzlichen Versorgung - in der Fassung vom 17.02.2017 www.g-ba.de/downloads/62-492-1352/HilfsM-RL_2016-11-24_iK-2017-02-17.pdf

Patientenrechtegesetz

Informationen zum Thema „Patientenrechtegesetz – Bedeutung für die Hilfsmittelversorgung“ finden Sie hier.