Wie kann ich mein Kind stärken?

Gerade zu Beginn der Augenpflaster-Behandlung kann sich Ihr Kind in manchen Situationen unsicher fühlen, weil es nur mit dem sehschwachen Auge sieht und sein Blickfeld eingeschränkt ist. Ähnlich wie Kleinkinder Mützen ablehnen, wollen Kinder das Augenpflaster auch manchmal ganz einfach nicht tragen, weil es ungewohnt ist. Je bestimmter und ruhiger Sie selber sind, umso schneller wird Ihr Kind seinen Widerstand gegen die notwendige Therapie aufgeben.

Augenpflaster-Behandlung

Um Ihrem Kind möglichst viel Sicherheit zu geben, hat es sich als sinnvoll erwiesen, das Augenpflaster zunächst im häuslichen Umfeld auszuprobieren. Informieren Sie sich vorab gut über die Therapie, z. B. bei Ihrem Ansprechpartner in der Augenarztpraxis.

Je informierter, motivierter und überzeugter Sie sind, desto stärker übertragen sich Ihre Sicherheit und das Bewusstsein über die Selbstverständlichkeit der Therapie auf Ihr Kind.

Nehmen Sie sich Zeit, beschäftigen Sie sich intensiv mit Ihrem Kind und erklären Sie ihm, warum das regelmäßige Abkleben so wichtig ist! Benutzen Sie dazu Bilder aus der kindlichen Gedankenwelt.

Sagen Sie z. B.: „Wie ein Fußballspieler (eine Balletttänzerin) die Beine trainieren muss, um gut schießen (tanzen) zu können, musst du dein Auge trainieren, um gut sehen zu können.“ Wer fleißig trainiert, kann besser schießen (tanzen) und ist schneller mit dem Training fertig.

Wenn Sie ein älteres Kind haben, fragen Sie es, was es später einmal werden will und weisen es darauf hin, dass man viele attraktive Berufe und Tätigkeiten nur ausüben kann, wenn man auf beiden Augen gut sieht!