Rund um die Verordnung

Erstattungsanspruch bei Verordnung von Hilfsmitteln

  • Versicherte haben Anspruch auf Versorgung mit (…) Hilfsmitteln, (…) soweit die Hilfsmittel nicht als allgemeine Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens anzusehen oder nach § 34 Abs. 4 ausgeschlossen sind (§33 SGB V).
  • Es besteht ein gesetzlicher Anspruch auf die Kostenübernahme durch die Gesetzliche Krankenversicherung für die Okklusionspflaster, die Ihr Kind braucht. Hierbei handelt es sich um „zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel“.
  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind nach § 33 SGB V von Zuzahlungen für Hilfsmittel befreit sind (Ausnahme: Fahrtkosten).

Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für Augenpflaster in voller Höhe.

Patientenrechtegesetz – Bedeutung für die Hilfsmittelversorgung

  • Das Gesetz zur Verbesserung der Rechte von Patientinnen und Patienten (PatRG) – Patientenrechtegesetz ist am 26. Februar 2013 in Kraft getreten.
  • Es bündelt einerseits bereits bestehende Patientenrechte, andererseits wurden neue Regelungen eingeführt, die die Rechte der Patienten gegenüber Leistungserbringern und Krankenkassen stärken sollten.

§ 13 Abs. 3a SGB V hat Auswirkungen auf die Hilfsmittelversorgung

Die Information ist für unsere Kunden (Patienten) und ausliefernde Leistungserbringer (Apotheken) wichtig. So können wir helfen, dass die erforderliche Versorgung mit Okklusionspflastern auch tatsächlich zeitnah erhalten wird.

Was heißt das für unsere Patienten:

  • Die im SGB V neu geschaffene Regelung bezieht sich auf alle Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung und somit auch auf die Versorgung mit medizinischen Hilfsmitteln, wie Okklusionspflaster.
  • Wenn die Krankenkasse einen Hilfsmittelantrag (Kostenvoranschlag des Leistungserbringers inklusive ärztlicher Verordnung) nicht innerhalb von drei Wochen – bei Einschaltung des medizinischen Dienstes innerhalb von fünf Wochen – genehmigen kann, muss sie den Patienten hierüber innerhalb dieser Frist schriftlich informieren. Dabei muss die Krankenkasse auch den Grund für die Verzögerung angeben.
  • Kommt die Krankenkasse dieser Pflicht nicht nach, gilt das Hilfsmittel als genehmigt. Der Patient hat dann die Möglichkeit, sich das verordnete Hilfsmittel selber zu beschaffen. Die entstandenen Kosten muss die Krankenkasse in voller Höhe erstatten.