Verordnungs- und Erstattungsfähigkeit von Okklusionspflastern

 

Okklusionspflaster gehören zur Gruppe der zum Verbrauch bestimmten Hilfsmittel.

Vorläufige Hilfsmittel-Nr.: 25.21.36.4.900

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind nach §33 SGB V von Zuzahlungen für Hilfsmittel befreit. Es besteht ein rechtlicher Anspruch auf volle Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung für die Okklusionspflaster, die das Kind braucht.

Grundsätzlich gilt: Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind zuzahlungsbefreit!

Das Rezept ist gemeinsam mit dem Bestellformular in einer frei zu wählenden Apotheke abzugeben. Sollten einzelne Apotheken aus wirtschaftlichen Gründen eine Aufzahlung verlangen, kann die Stammapotheke Ihrer Patienten eine gute Wahl sein, um die ausgewählten Okklusionspflaster schnell und reibungslos zu erhalten.

Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen haben Anspruch auf die Versorgung mit Okklusionspflastern

  • (...), dass Versicherte der Gesetzlichen Krankenversicherung grundsätzlich einen Anspruch auf Versorgung mit (...) Hilfsmitteln haben, die im Einzelfall erforderlich sind, um den Erfolg der Krankenbehandlung zu sichern oder eine Behinderung auszugleichen, soweit die Hilfsmittel nicht als allgemeine Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens anzusehen sind oder nach § 34 SGB V ausgeschlossen sind. (§ 33 Abs. 1 SGB V).
  • Vor diesem Hintergrund prüft die Krankenkasse bei Vorliegen einer entsprechenden Verordnung im Rahmen einer Einzelfallprüfung ihre Leistungspflicht.

Neufassung der Hilfsmittel-Richtlinie (Stand 07-2017)

  • Therapeutische Sehhilfen zur Behandlung einer Augenverletzung oder Augenerkrankung sind (...) bei bestehender medizinischer Notwendigkeit verordnungsfähig. (...). Verordnungsfähig sind vorrangig Okklusionspflaster und Okklusionsfolien als Amblyopietherapeutika. (Nach § 17 Abs. 1 u. 9 der Hilfsmittel-Richtlinie)

Quelle: G-BA: Richtlinie zur Verordnung von Hilfsmitteln in der vertragsärtzlichen Versorgung - in der Fassung vom 17.02.2017 www.g-ba.de/downloads/62-492-1352/HilfsM-RL_2016-11-24_iK-2017-02-17.pdf

Patientenrechtegesetz

Informationen zum Thema „Patientenrechtegesetz – Bedeutung für die Hilfsmittelversorgung“ finden Sie hier.

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