Corona-Infos | Piratoplast

Wichtige Praxis-Informationen in Corona-Zeiten

Auf der folgenden Seite haben wir von Piratoplast® Ihnen aktuelle Informationen für Ihren Praxisalltag zusammengestellt, damit Sie auch in diesen turbulenten Zeiten den Überblick behalten. Die Inhalte aktualisieren wir ständig, so dass Sie immer auf dem Laufenden bleiben.

Telefonische AU

Sonderregelung zur telefonischen Krankschreibung aufgrund der COVID-19-Epidemie: Rückkehr zur regulären Patientenversorgung ab dem 1. Juni 2020! Ausführliche Informationen finde Sie unter dem Abschnitt "AU-Bescheinigung".

Es finden sich Informationen zu den folgenden Themen (bitte einfach auf den jeweiligen Punkt klicken, Sie werden direkt auf den Inhalt geleitet):

Neues zu Testungen auf SARS-CoV-2

Bislang hatten Versicherte grundsätzlich nur Anspruch auf einen Test auf SARS-CoV-2, wenn sie COVID-19 assoziierte Symptome hatten, die auf eine Erkrankung hindeuten. Jetzt werden in bestimmten Fällen auch die Kosten für Tests bei Personen, die keine Symptome haben, übernommen.

Finanzierung von Schutzausrüstung

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKV-Spitzenverband haben in einer befristeten Vereinbarung beschlossen, dass die Kosten für zentral beschaffte Schutzausrüstung für Vertragsärzte von den Krankenkassen übernommen werden.

BVA passt seine Empfehlungen zur Corona-Pandemie an

Stand: 20.4.2020, Quelle: Kaden Verlag

Der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) hat in einem aktuellen Schreiben vom 19. April 2020 seine Empfehlungen zum Umgang mit der Corona-Pandemie angepasst:

•    Ab sofort dürfen in den meisten Bundesländern wieder elektive Behandlungen, diagnostische Verfahren und operative Eingriffe am Auge stattfinden
•    Diese müssen unter den bekannten Hygienevorgaben wie Abstandsregelungen, Minimierung der sich im Wartezimmer befindlichen Personen (beispielsweise durch eine Ausweitung der Sprechzeiten), keine Auslage von Zeitschriften und Broschüren im Wartebereich, Händedesinfektion, Tragen von Mund-Nase-Schutz oder FFP2-Masken etc. erfolgen.
•    Plexiglasschutz im Anmeldebereich und an den Spaltlampen ist zu empfehlen.
•    Die Patienten sollten bereits bei der telefonischen Anmeldung darauf aufmerksam gemacht werden, dass sie bei ihrem Praxisbesuch möglichst einen Mund-Nasen-Schutz tragen und diesen auch während der Behandlung nicht ablegen sollten.
•    Ist dieser in der Praxis in ausreichender Menge vorhanden, so empfiehlt es sich, ihn den Patienten zur Verfügung zu stellen.
•    Auch die Augenärzte gilt das Prinzip Eigenschutz- die Empfehlung, eine Schutzbrille aufzusetzen, sofern sie keine normale Brille tragen. Und: Sie sollen die Augeninnendruck-Messung mit einem Luftstrahl nur noch in Ausnahmefällen durchführen. Der Luftstrahl bläst die Tröpfchen aus dem Tränenfilm des Patienten auf das Gerät und könnte auch den Augenarzt treffen. Im Notfall kann der Augeninnendruck mit einem Kolben gemessen werden. Dieser lässt sich gut reinigen.
•    Patienten mit Erkältungssymptomen sollten nur bei Vorliegen eines schweren Augennotfalls oder ausgeschlossener COVID-19-Infektion behandelt werden, da der Hygieneaufwand bei einer Behandlung dieser Patienten so hoch ist, dass die meisten Praxen dies nicht leisten können. Hier sollten sich die Praxen untereinander absprechen und an die Praxen verwiesen werden, die dazu in der Lage sind.
•    Der BVA rät zudem, die Rechnungen für selbständig beschaffte Schutzausrüstung aufzubewahren, da es aktuell Verhandlungen mit den Krankenkasten gibt, die Schutzausrüstungen über den Sprechstundenbedarf geltend zu machen.

Rezeptausstellung: Tipps für eine reibungslose Verordnung

Damit Ihre kleinen Patienten weiterhin reibungslos mit Piratoplast Augenpflastern versorgt werden können, finden Sie hier einige Informationen für eine reibungslose Verordnung zusammengefasst. Um Nachfragen der Krankenkassen zu vermeiden, sollte das Rezept wie folgt ausgestellt werden:

Versichertenkarte

In welchen Fällen muss die Versichertenkarten nicht extra eingelesen werden?

Während der Corona-Pandemie dürfen Vertragsärzte außerdem bekannten Patienten ohne Vorlage der eGK nicht nur wie bisher Folgerezepten nach telefonischer Anamnese ausstellen, sondern auch Überweisungen und Folgeverordnungen, zum Beispiel für Heil- und Hilfsmittel. Dies gilt auch für die Verordnung von Krankenfahrten und Krankentransporten.

Wie sind Neupatienten zu behandeln?

Nicht nur bekannte Patienten, sondern auch Neupatienten dürfen Ärzte ohne Einlesen der eGK per Videosprechstunde behandeln oder ihnen nach telefonischer Anamnese eine AU ausstellen. In diesen Fällen muss das Praxispersonal den Erläuterungen der KBV zufolge am Telefon die Versichertendaten abfragen. Dazu gehören Name, Wohnort und Geburtsdatum des Versicherten, außerdem seine Kasse und die Versichertenart. Nicht erforderlich ist die Versichertennummer. Bei der Videosprechstunde hält der Versicherte in diesem Fall seine elektronische Gesundheitskarte in die Kamera, damit das Praxispersonal die Identität prüfen und die notwendigen Daten (mit Versichertennummer) erheben kann. Der Patient bestätigt zudem mündlich das Bestehen des Versicherungsschutzes. Diese Stammdatenerfassung auf Sicht wird einmal im Behandlungsfall mit der GOP 01444 (10 Punkte, extrabudgetär) abgerechnet.

Quelle: Praxisinformation der KBV vom 6. April 2020.

Hilfsmittel-Verordnungen per Post zusenden

Angesichts der erforderlichen Kontaktreduzierung sollen persönliche Kontakte in den Arztpraxen soweit es geht vermieden werden.

Hilfsmittelverordnungen (z.B. Verordnung von Okklusionspflastern) können von den Arztpraxen daher vorrangig per Post an die Patienten abgegeben werden.

Diese Regelung gilt für die Patienten, die im laufenden Quartal oder im Vorquartal in der Arztpraxis persönlich vorstellig waren.

Diese Ausnahmeregelung wurde aufgrund der Corona-Pandemie eingeführt und ist zunächst zeitlich befristet bis zum 30. Juni 2020.

Die Regelung gilt nicht für Seh- und Hörhilfen (z.B. Brillen). Bei ihnen ist vor einer Verordnung in der Regel eine ärztliche Überprüfung der Werte medizinisch erforderlich.

Wenn es sich um bekannte Patienten handelt, gilt für das Einlesen der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) das übliche Verfahren: Findet in einem Quartal ausschließlich ein telefonischer Kontakt statt, übernehmen Ärzte die Versichertendaten aus der Patientenkartei. Die Vorlage der eGK ist in diesem Fall nicht erforderlich.

Ab dem 1. April können gesetzlich Versicherte dringend benötigte Bescheinigungen von ihrem Arzt vorübergehend auch ohne Vorlage der Gesundheitskarte bekommen.

Quelle: www.kbv.de/html/coronavirus.php

Finden Sie hier Empfehlungen des GKV-Spitzenverbandes zur Sicherung der Hilfsmittelversorgung während der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV2.

Stand 25.03.2020
Quelle: https://www.gkv-spitzenverband.de/

Videosprechstunde

Vertragsärzte dürfen Videosprechstunden ab dem zweiten Quartal 2020 ohne Limitierung durchführen und abrechnen. Die bislang geltende Regelung, nach der pro Quartal maximal jeder fünfte Patient ausschließlich per Videosprechstunde behandelt werden darf, wird aufgrund des grassierenden Coronavirus aufgehoben, wie die KBV via Praxisnachrichten mitteilt.

Nach den bisherigen Regeln ist ‒ neben der Limitierung auf 20 Prozent aller Behandlungsfälle ‒ die Menge der Leistungen, die Ärzte und Psychotherapeuten per Videosprechstunde durchführen und abrechnen dürfen, ebenfalls auf 20 Prozent der jeweiligen Gebührenposition begrenzt. Für alle weiteren Leistungen ist bislang ein persönlicher Arzt-Patienten-Kontakt erforderlich. Diese Begrenzungen werden nun aufgeboben. Spätestens zum 31.05.2020 wollen KBV und Krankenkassen prüfen, ob eine Verlängerung der unbegrenzten Videosprechstunden erforderlich ist.

MERKE: Eine Videosprechstunde kommt bei sämtlichen Indikationen infrage und ist auch dann möglich, wenn der Patient zuvor noch nicht bei dem Arzt in Behandlung war.

Quelle: www.kbv.de/html/coronavirus.php

AU-Bescheinigung

Das Ausstellen einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU-Bescheinigung, Muster 1) ist Bestandteil der Versicherten- bzw. Grundpauschale. Dies gilt auch, wenn sie telefonisch ausgestellt wird. Voraussetzung für die Abrechnung der Pauschale ist jedoch, dass der Patient mindestens einmal in dem Quartal in der Praxis war oder einen Arzt-Kontakt per Videosprechstunde hatte. Ist das nicht der Fall, rechnet die Praxis für das Ausstellen der AU-Bescheinigung per Telefon die Gebührenordnungsposition (GOP) 01435 ab.

Für das Porto kann die GOP 40122, bewertet mit 90 Cent, abgerechnet werden.

AKTUELL ÄNDERUNG:
Die befristete Sonderregelung zur telefonischen Feststellung einer Arbeitsunfähigkeit durch Vertragsärztinnen und Vertragsärzte ist nach derzeitiger Einschätzung der Gefährdungslage letztmalig bis einschließlich 31. Mai 2020 verlängert worden. Den entsprechenden Beschluss fasste der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) einstimmig am Donnerstag in Berlin. Ab dem 1. Juni 2020 gilt dann wieder, dass für die ärztliche Beurteilung, ob eine Versicherte oder ein Versicherter arbeitsunfähig ist, eine körperliche Untersuchung notwendig ist.

Wiederverwendung von Schutzmasken

Schutzmasken dürfen unter bestimmten Bedingungen mehrfach auch für verschiedene Patienten weiterverwendet werden. Das Robert Koch-Institut hat ein aktualisiertes Papier zum ressourcenschonenden Einsatz von Mund-Nasen-Schutz und FFP2- und FFP3-Masken veröffentlicht.

Das RKI-Papier enthält mehrere Hinweise, was bei der Wiederverwendung zu beachten ist. Damit besteht jetzt auch für das Personal in Arztpraxen die Möglichkeit, eine Schutzmaske mehrmals zu tragen, wenn es an ausreichendem Schutzmaterial fehlt.

Management von Kontaktpersonen

Hintergrund

Während der gegenwärtigen COVID-19-Pandemie konkurrieren beim Umgang mit Kontaktpersonen unter Personal von Alten- und Pflegeeinrichtungen folgende Ziele miteinander:

1. Die Absonderung/Quarantäne von Personal als Kontaktperson, um das Risiko von Übertragungen zu minimieren (Infektionsschutz) und

2. die Gewährleistung der Versorgung besonders vulnerabler Personengruppen in Alten- und Pflegeeinrichtungen.

Ist die adäquate Versorgung der Bewohner durch Personalengpässe nicht mehr möglich, kann es notwendig sein, die bestehenden Empfehlungen zum Umgang von Kontaktpersonen (www.rki.de/covid-19-kontaktpersonen) anzupassen.

Aufgrund des mit der Anwendung der Optionen einhergehenden erhöhten Risikos der Weiterverbreitung von Infektionen mit SARS-CoV-2, dürfen die Handlungsoptionen nur angewendet werden, wenn alle anderen Maßnahmen zur Sicherstellung einer unverzichtbaren Personalbesetzung ausgeschöpft sind. Die folgenden Hinweise eröffnen Möglichkeiten zur Anpassung vor Ort. Diese Anpassungen sollten möglichst gemeinsam mit dem Gesundheitsamt und unter Berücksichtigung der angestrebten Schutzziele vorgenommen werden.

Mögliche Anpassung der Empfehlungen

Das allgemein empfohlene „Management von Kontaktpersonen“ ist beschrieben unter www.rki.de/covid-19-kontaktpersonen. Es gelten weiterhin die dort angegebenen Kategorien von Kontaktpersonen, insbesondere:

Kategorie 1: direkter Kontakt zu Sekreten oder Körperflüssigkeiten oder insgesamt mindestens 15-minütiger Gesichts- ("face-to-face") Kontakt zu COVID-19-Fall, z.B. im Rahmen eines Gesprächs.

Kategorie 2: Personen, die sich im selben Raum wie ein bestätigter COVID-19-Fall aufhielten, z.B. Arbeitsplatz, jedoch keinen kumulativ mindestens 15-minütigen Gesichts- („face-to-face“) Kontakt mit dem COVID-19-Fall hatten.

Voraussetzungen für die Anwendung der unten beschriebenen Anpassungen des allgemein empfohlenen "Managements von Kontaktpersonen" sind:

1. Einweisung in korrektes Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes (MNS); Hygienemaßnahmen (u.a. Handhygiene) und weitere Schutzmaßnahmen (z.B. Vermeidung nicht unbedingt notwendiger Kontakte).

2. Tägliche Eigenbeobachtung, zusätzlich „Erkältungssymptom-Screening“ beim Personal bei Betreten der Einrichtung

3. Strikte räumliche und personelle Trennung in der Versorgung bei Auftreten von Fällen unter Bewohnern

Ergänzende Grundsätze der Versorgung in der aktuellen Situation

  • Alle weiteren Maßnahmen der Basishygiene sind ebenso zu beachten.
  • Durch das korrekte Tragen von MNS während der Arbeit kann das Übertragungsrisiko auf andere Personen reduziert werden. Cave: Masken (FFP2) mit Ausatemventil sind nicht zum Drittschutz geeignet.
  • Personal höheren Alters und mit Grunderkrankungen (siehe www.rki.de/covid-19-risikogruppen) sollte wenn möglich nicht in Bereichen arbeiten, in denen häufiger enger Kontakt zu anderen Personen vorkommt.
  • Direkten Kontakt aller Art (z.B. Treffen und Besprechungen) auf ein Minimum reduzieren bzw. direkten Kontakt unter Personal vermeiden. Kontaktreduktion auch im privaten Bereich.
  • Im privaten Bereich und auf dem Weg von oder zu der Arbeit gelten die allgemeinen Empfehlungen zur Reduktion von Kontakten.

Quelle

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der KBV und der Bundesärztekammer.

 

 

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